
Das Moba Heroes of the Storm von Blizzard ist endgültig tot. Das Spiel wechselt in den Wartungsmodus – es gibt keine neuen Inhalte mehr.
Es war schon über längere Zeit absehbar, doch jetzt ist der Zeitpunkt (leider) gekommen. Das Moba von Blizzard, Heroes of the Storm, ist quasi tot. Die Entwickler haben angekündigt, dass das Spiel ab sofort in den Wartungsmodus versetzt wird. Das dürfte somit das letzte Kapitel in der Geschichte dieses Blizzard-Spiels einläuten.
In einem offiziellen Blogpost hat Blizzard über Heroes of the Storm gesprochen. Dabei erwähnt man, dass HotS jetzt im Juni seinen 7. Geburtstag feiert – nur um dann direkt mit einer schlechten Nachricht für die Fans zu folgen. So heißt es:
"In Zukunft werden wir Heroes [of the Storm] auf eine ähnliche Art und Weise unterstützen wie unsere anderen langjährigen Spiele StarCraft und StarCraft II."
Oder anders ausgedrückt: Das Spiel wird in den „Maintenance-Modus“ versetzt, also den Wartungsmodus.
Es gibt ein Geschenk zum Abschied: In der kommenden Woche gibt es noch einen kleinen Patch, der bei allen Spielern das Reittier „Epische arkane Chaosechse“ freischaltet.
Das bedeutet, dass es keinerlei neuen Inhalte mehr im Spiel geben wird. Neue Helden, Maps oder Skins sind damit wohl gestorben. Der Shop bleibt allerdings weiterhin aktiv und auch sämtliche Funktionen die für einen normalen Betrieb nötig sind – also etwa wechselnde Heldenrotationen – werden weiterhin funktionieren. Auch wollen die Entwickler noch weiter Verbesserungen am Spiel-Client und Balance-Änderungen bringen, wenn diese notwendig sind.
Große Helden-Reworks, wie es sie in den letzten Jahren gab, braucht aber wohl niemand mehr erwarten. Das Spiel wird weitestgehend im aktuellen Zustand bleiben.
Eher schleppend. Schon vor mehreren Jahren wurde auf der BlizzCon angekündigt, dass das Entwickler-Team von HotS drastisch reduziert wurde. Neue Helden kamen nur noch extrem selten. Aus „alle 2-3 Monate ein neuer Held“ wurde „ein neuer Held pro Jahr“ – und jetzt eben gar keiner mehr. Schon damals ahnten viele, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die Entwicklung neuer Inhalte gänzlich eingestellt wird – dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen.
Mit Heroes of the Storm wollte Blizzard eigentlich eine Antwort auf DOTA und League of Legends liefern. Mit den bekannten Blizzard-Helden aus allen großen Franchises wollte man punkten.
Im Gegensatz zu anderen MOBAs auf dem Markt gab es einige Alleinstellungsmerkmale. So verzichtete HotS etwa auf ein Shop-System und benutzt stattdessen Talente. Auch teilte sich das ganze Team einen Erfahrungslevel, sodass alle am gemeinsamen Ziel arbeiten konnten. In jeder Map gab es darüber hinaus zusätzliche Ziele, die über das einfache „reiße die gegnerische Verteidigung ein“ hinausgingen. Diese Ziele erzwangen immer wieder Gruppenkämpfe und gaben dem Spiel eine eigene Dynamik.
Trotzdem konnte Heroes of the Storm einfach nie so durchstarten wie andere Mobas – auch, weil es den richtigen Zeitpunkt verpasst hat.
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